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24. Tagebuch vom 08. Mai - 10. Juni 2005
 
 
Gesang   Sonntag, den 08. Mai 2005
Jugendliche singen als "Boygroup" ein christliches Lied im Gottesdienst in Mbesa.
Foto: Christliche "Boygroup"    
 
 
Gruppenfoto 09.Mai 2005   Montag, den 09. Mai 2005
Wir sind für eine Woche zur Missionarskonferenz in Südtansania, wo wir uns alle treffen.
Foto: Gruppenfoto mit Missionaren    
     
Missionarskinder   Dienstag, den  10. Mai 2005
Susan und Anna geniessen das Zusammensein mit den vielen anderen deutschen Missionarskindern während dieser Woche sehr.
Foto: Anna und Susan mit anderen Missionarskindern
 
 
Schule in  Mbesa / Tansania   Mittwoch, den 11. Mai 2005
Schauen uns die Schule für einheimische Kinder in Mbesa an, die von Missionaren gegründet wurde.
Foto: Schulklasse in Tansania    
 
Hunde   Donnerstag, den 12. Mai 2005
Unser Wachhund "Wifi" wundert sich manchmal, welche Stoffhunde Susan und Anna so anschleppen ...
Foto: Wachund und Stoffhund    
 
 
Fischhändler   Freitag, den 20. Mai 2005
Immer wieder mal kommen Fischhändler an die Tür, mit denen Christine verhandelt. Anbei sieht man, um welche Grösse es sich dabei manchmal handelt.
Foto: Fischhandel an der Haustür    
 
 
Strandbild   Samstag, den 4. Juni 2005
Fanden eine kleine Hütte am Meer, zu der wir mit unseren norwegischen Freunden heute einmal fuhren. Ein Zufluchtsort vom Grosstadt-Stress.
Foto: Erholung am Meer    
 
 
Gemeindeleben   Sonntag, den 5. Juni 2005
Heute haben wir unseren neuen Gottesdienstraum eingeweiht in unserer Gemeinde: es ist eine "Kibanda", eine Hütte mit Palmblättern als Dach. Sie ist sehr gross, so dass ca. 200 Leute Platz finden. Ab jetzt wird dann gespart für ein festes Gemeindehaus bzw. Kirche.
Foto: Neuer Gottesdienstraum  
 
 
  Mittwoch, den 8. Juni 2005
Das ist wirklich der grösste Fisch, den wir bei einem Fischhändler auf ein Fahrrad geschnallt gesehen haben.
Foto: Fisch mit Fahrrad  
 
 
Donnerstag, den 9.Juni 2005
OM Schiff Doulos   Ein besonderes Ereignis, auf das wir uns schon lange freuen, ist heute eingetreten: Das Schiff "Doulos" von OM, Operation Mobilisation, ist heute in den Hafen von Daressalaam gekommen – für fünf Wochen! 350 Christen aus 40 Ländern – in unserer Stadt! Eine echte Freude für uns. Sie haben einen grossen Buchmarkt an Bord. Es ist das älteste noch fahrende Passagierschiff der Welt und wurde nur 4 Jahre nach der "Titanic" gebaut.
Foto: OM-Schiff Doulos im Hafen von Dar  
 
Botschafter Wolfgang Ringe auf der Doulos   Beim Eröffnungsempfang des Schiffes heute war auch der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tansania, Herr Wolfgang Ringe, gekommen (Bild Mitte).
Foto: Mit dem deutschen Botschafter Herrn Wolfgang Ringe
 
 
  Freitag, den 10. Juni 2005
In dieser Woche nehmen diese neuen Ältesten unserer Gemeinde ihre Arbeit auf. Es freut uns zu sehen, wie treu diese Menschen sind.
Foto: Die Ältesten unserer Gemeinde    
     
Regenzeit   Die meisten Strassen in Daressalaam sind jetzt nach Ende der Regenzeit ausgewaschen und matschig.

Gerade für die normalen Strassen in den einzelnen Stadtvierteln selbst braucht man ein grosses Auto, um nicht steckenzubleiben.
Foto: Strassen in der Regenzeit  
 
Alltag in Tansania – einige übliche Dinge sind uns schon oft hier aufgefallen. Wir zählen sie einfach interessehalber mal auf:

• wer eine Panne hat, schiebt sein Auto nicht an den Strassenrand. In den meisten Fällen bleiben die Leute mitten auf der Strasse, auch mitten auf einer Kreuzung – und reparieren ihr Auto dort, bis es wieder fährt.
 
Feiertage werden in der Regel per Mund-zu-Mund-Propaganda angekündigt. Schwer für jeden Arbeitgeber. Manchmal sind das sehr kurzfristig auch neue staatliche Feiertage.
 
• wir haben jetzt langsam gelernt: wie man Moskitos mit einer einzigen Hand fängt. Wie man eine Kokosnuss aufmacht (ohne eine grosse Säge zu benutzen)
 
• als wir kamen, sagten wir immer: "Oh, da ist eine Ameise in der  Zuckerdose!" Jetzt sagen wir: "Schau mal, nur eine einzige Ameise in der Zuckerdose (und selten mal stört sich einer dran!)"
 
• die meisten Gullideckel sind weg und die Löcher eine nächtliche Falle für Autofahrer – sie wurden geklaut und als Alteisen verkauft. Das ist gängige Praxis in einem land, wo den meisten das Nötigste zum Leben fehlt.
 
• wer an die Tür kommt, fragt auch schon mal nach medizinischer Behandlung. So hat Matthias schon Leute mit leichten Zahnentzündungen, Hunde-Bissverletzungen und Unterernährung behandelt.
 
• wir freuen uns unbändig darauf, im Himmel mit unseren jetzigen tansanischen Mitarbeitern einmal völlig gelöst zusammenzusein, einander sprachlich völlig zu verstehen und nicht mehr Vorgesetzter und Angestellter zu sein.
 
• letztens fuhr ich in der Innenstadt mit einem Fahrstuhl eines der wenigen Hochhäuser hoch: Drinnen sass einer auf einem kleinen Stuhl, der den ganzen Tag die Knöpfe des Fahrstuhls drückt. Begründung war: die Steuerung ist defekt. Es ist preiswerter, jemanden auf Jahre anzustellen, als das reparieren zu lassen. Oder – es ist die einfachere Lösung.
 
So gibt es viele viele Dinge, die uns fremd vorkommen, befremdlich. Und doch stecken oft Gründe hinter Vielem. Und wir können Vieles lernen.
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